... vom Sinn guter Vorsätze

 

... vom Sinn guter Vorsätze

 

... oder: Alles Unsinn?
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Ich sitze in der Zwickmühle. Die letzte Woche des Jahres ist klassischerweise die Woche der guten Vorsätze. Ich hätte einige. Angefangen beim Klassiker: einer Diät.
Zumindest aber ein bisschen weniger von „du weißt schon was“, und etliches mehr von dem anderen.
Weniger Stress, mehr Carpe Diem.
Was ich mit Sicherheit weiß:  Nächstes Jahr um diese Zeit sitze ich wieder sinnierend herum und fasse … gute Vorsätze. Denn jedes neue Jahr rennt dahin wie das Kaninchen in Alice im Wunderland: Keine Zeit, keine Zeit. Braucht man überhaupt gute Vorsätze?
Wäre es nicht interessanter, wenn man sich von selbst, am besten ohne viel Anstrengung verändern würde? Das werde ich Ende nächsten Jahres wissen. Denn in den letzten Monaten habe ich drei Bücher gelesen, die jetzt schon ganz schön Bewegung in meine Gedanken, Ansichten und Lebensweise gebracht haben.
Diese Bücher haben mein Gehirn und schon ein bißchen mein Leben umgekrempelt.

 

Lust drauf? Ansonsten ... ab ans Ende zum Funpart!
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Im Grunde gut Der Historiker Rutger Bregman setzt sich in seinem Buch mit dem Wesen des Menschen auseinander. Die These: Der Mensch/ die Menschheit ist im Grunde gut. Und- holla, die Waldfee – das liest sich extrem spannend und ich hatte einen Aha-Effekt nach dem anderen. Nachrichten, Internet, Fernsehen, aber auch psychologische Studien (Milgram/Zimbardo) scheinen da doch was anderes zu erzählen: Der Mensch ist schlecht und egoistisch. Aber was, wenn diese fehlerhaft waren, wenn es einfach nicht stimmt? Das ändert komplett die Sichtweise auf das eigene Leben, auf die Mitmenschen, auf die Zukunft. Es stimmt positiv und optimistisch. Und -ganz wichtig - es gibt Hoffnung. Hoffnung, dass sich Dinge verändern lassen, wenn man grundsätzlich weiß, dass wir alle gut sind. Du willst dazu mehr Fakten?

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Factfulness Es wird alles immer schlimmer, eine schreckliche Nachricht jagt die andere: Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer. Es gibt immer mehr Kriege, Gewaltverbrechen, Naturkatastrophen. Viele Menschen tragen solche beängstigenden Bilder im Kopf. Doch sie liegen damit grundfalsch.Unser Gehirn verführt uns zu einer dramatisierenden Weltsicht, die mitnichten der Realität entspricht. Oft liegen wir regelmäßig falsch – egal, ob es um das Bevölkerungswachstum, den Anteil der Menschen in extremer Armut oder die allgemeine Schulbildung von Mädchen geht. 
Ja, so isses. Schon letztes Jahr war dieses Buch meine  Herzensangelegenheit. Es verändert nachhaltig  den Blick auf das was wir als Fakten kennen und vor allem lehrt es uns selbstständig zu denken. Und was wäre in Zeiten von Fake News wichtiger.

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Nachruf auf mich selbst Bestseller-Autor Harald Welzer stellt fest, dass unsere Kultur kein Konzept vom Aufhören hat. Deshalb baut sie Autobahnen und Flughäfen für Zukünfte, in denen es keine Autos und Flughäfen mehr geben wird. Und sie versucht, unsere Zukunftsprobleme durch Optimierung zu lösen, obwohl ein optimiertes Falsches immer noch falsch ist. Damit verbaut sie viele Möglichkeiten, das Leben durch Weglassen und Aufhören besser zu machen. Harald Welzer hat schon mit vielem aufgehört: mit Forschungsthemen, wenn sie keine Fragen mehr aufwarfen, mit seinem Leben als Galerist, mit dem Motorradfahren zum Beispiel. Ohne Aufhören kann man nichts anfangen. Nach Hararis "Eine kurze Geschichte der Menschheit" ist "Nachruf auf mich" selbst das erste Buch, welches ich nur in Häppchen lesen konnte. Zuviel Neues für mein Gehirn, das erst mal gedanklich durchgekaut, verdaut und dann abgespeichert werden wollte. Und jetzt ist es schlicht und einfach: lebensverändernd. Und das ist ja auch schon mal was, um nicht zu sagen: Allerhand!

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Diese Bücher haben mich nicht nur etwas kritischer und weiser, sondern auch optimistischer werden lassen.
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Ansonsten hilft immer auch Humor...
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Nachruf auf mich selbst Selten hat mich ein Krimi dermaßen amüsiert. In einem luxuriösen Seniorenwohnheim in England gibt es neben dem Puzzle- und Strickclub auch den Donnerstag Mord Club. Als dann tatsächlich ein Mord passiert fangen die Alten an zu ermitteln und gehen dem ermittelnden Kommissar erst einmal gehörig auf die Nerven. Aber Elizabeth war beim MI 5, Ron ist ein immer noch gefürchteter Gewerkschaftsführer, Ibrahim ist Psychologe und auch die scheinbar schlichte Joyce hat so ihre Erfahrungen.Wer jetzt Miss Marple oder einen Cosy-Krimi erwartet könnte nicht falscher liegen. Der Plot ist mega spannend und toll ähhh gestrickt und der Sprachwitz…grandios!Ich konnte jedenfalls nicht abwarten bis Teil Zwei übersetzt ist und habe „The man who died twice“ bereits verschlungen. Und dieser ist sogar noch besser als der erste Teil. Seit ich weiß, dass Steven Spielberg (noch vor dem ersten geschriebenen Satz von Richard Osman) die Filmrechte gekauft hat sehe ich ständig …. als Elisabeth und …. als Joyce vor meinem inneren Auge. Aber da will ich deiner Fantasie nicht vorgreifen. Ich warte jedenfalls atemlos auf Teil 3.

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Starte gut in das neue Jahr, vielleicht mal nicht mit den „guten“ Vorsätzen, sondern mit guten Gedanken. Vor allem aber mit einem guten Leben und Tun oder wie Mrs. Pumphrey in „der Doktor und das liebe Vieh“ sagt:

„Sie haben sehr großes Glück Mr. Farnon. Sie bestreiten ihr Leben mit dem was sie am meisten lieben. Nicht vielen Menschen gelingt das.“

Wir wünsche von Herzen, dass es dir gelingen möge!

Literaturmenü mal anders mit Klaus Stickelbrock

Literaturmenü mal anders mit Klaus Stickelbrock

„Satt haben“ ist das eine, aber jetzt wollen wir euch satt MACHEN!

Mit einem köstlichen 3-Gang Menü aus Hopmanns Olive, dem passendem Wein und sowohl spannenden als auch humorvollen Krimigeschichten mit Klaus Stickelbroeck.

für weltbeste Mütter

Für alle weltbeste Mamas, liebevolle Omis und alle Frauen denen wir von Herzen Dank sagen wollen. Ausgewählte Geschenke in unserer Buchhandlung. Wieder geöffnet für 20 Minuten Besuche. Einfach kommen und stöbern

 

Das wars dann wohl...

... mit dem Sommer! 

Kaum dreht man sich mal kurz weg - schon ist er verschwunden. Stattdessen steht der Herbst breitbeinig in der Tür und ruft: Hallo, hier bin ich. Geht es noch? Viel zu früh. Wo ist denn nur der Sommer geblieben?
Aber leider, so isses mit Veränderungen: Nie kommen sie wenn sie passen und noch weniger wenn man sie erwartet. Mehr dazu am Schluß. Ein schöner Herbst ist natürlich auch nicht zu verachten. Und da haben wir was geplant. 

Impressionen der Buchhandlung Weber
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